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Ausgerechnet Pomade…

Ich habe zuvor noch nie selbst Haarprodukte hergestellt und auch allgemein habe ich wenig Erfahrung mit der Hersetellung von Pflegeprodukten, aber meine Pomadedose war leer und ich brauchte dringend Nachschub. Am liebsten natürlich plastikfrei und ohne Erdölprodukte. Dazu noch selbst gemacht, gut riechend und am besten mit den Materialien, welche ich zu Hause habe. – Ein reichlich gewagtes Vorhaben, aber nicht unmöglich. Die Kollegen von Wikihow haben einige Rezepte für Pomade veröffentlicht. Und wie das Schicksal aus meiner Küche wollte, hatte ich dazu (fast) alle Zutaten da. Nur ein passendes Parfüm habe ich noch besorgen dürfen, da ist meine Wahl auf naturreines Orangenöl gefallen.

Mahnende Stimmen könnten jetzt bemerken, daß Bienenwachs ja in keinster Weise vegan sei. Dem stimme ich völlig zu. Jedoch hatte ich das Wachs noch liegen und möchte das aufbrauchen.

Eine Spannende Auflistung von Alternativen hat Edenreich auf ihrer Seite. Damit werde ich mich dann mal beschäftigen, wenn die Massen an brandenburger Bienenwachs im Vorrat aufgebraucht sind. Leider sind die meisten Wachsalternativen nicht regional Angebaut, sondern meist aus den Regenwäldern der Welt importiert. Das macht sie für meinen nachhaltigen Ansatz eher unsympatisch.

Zutaten

Zubereitung

Die Zubereitung ist denkbar einfach, zuerst das Wachsin einem Behälter im Wasserbad schmelzen, dann das Kokosfett dazu geben und die Mischung verrühren, bis keine Klumpen mehr darin sind. Nun das duftende Öl hinzugeben und die Masse in Ruhe ein paar Stunden abkühlen lassen.

Wie frisiert es sich damit?

Die Pomade nach diesem Rezept ist sehr hart geworden. Die lässt sich nicht einfach aus der Dose streichen, so habe ich mit einem kleine Löffel ein wenig davon abgekratzt. Danach die Poade unter kräftigem reiben in der Handfläche schmelzen und wie gewohnt im Haar verteilen.

Die Pomade hat einen angenehmen Glanz und Duft und eine gute Festigkeit für historische Frisuren.