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Der Nett-Igel

Legenden umgeben diesen kleinen Bewohner der deutschen Speiselandschaft, mancher Freizeitkoch behauptet sogar, er sei schon immer da gewesen. Der Mett-Igel, ein mehr oder weniger ansprechend gestaltetes Tier aus Hackfleich, gespickt mit Zwiebeln, oder Salzstangen. Der Kulinarik Autor Peter Peter bezeichnete ihn in seiner „Kulturgeschichte der deutschen Küche“ 2008 als den “Beginn der kreativen Küche”, doch seine Herkunft liegt im Schatten.

In Doktor Oetkers „Die kalte Küche“ von 1964 habe ich ihn nicht gefunden und sowohl Mary Hahn (1930), als auch „Das elektrische Kochen“ von 1969 kennen diese Art Hackfleisch für die Tafel nicht.

Laut dem Wikipedia Artikel zum Mettigel taucht er erst in den späten Achtzigerjahren des letzten Jahrhunderts in der Literatur auf und wird erst mit der Nostalgiewelle der 2000er zu einem anachronistischen Bestandteil des deutschen Kulturguts.

Seine Verwandten aus Ei, Gurken und Käsespießen sind hingegen wohl schon länger Bestandteil der zünftigen Tafel im Partykeller.

Dieses „Gericht“ zu veganisieren war sehr einfach, ein veganes Mett für den Tisch zu zaubern dauert nur ein paar Minuten und der Geschmack wurde durchwegs als sehr gut und nah am Original beschrieben.

Zutaten

130 g Reiswaffeln
1 mittelgroße Zwiebel
3 EL Tomatenmark
3 EL Speiseöl
320 ml Wasser
2 Knoblauchzehen
½ EL Sojasauce
½ TL Paprikapulver
½ TL geräuchertes Paprikapulver
½ TL Salz
kräftig Pfeffer
1 EL Gurkenwasser oder 1 TL Apfelessig

Zubereitung

Die Reiswaffeln mit den Händen in eine Schüssel fein zerkrümeln. Dabei sollten am Ende die Stückchen eher Reiskorn groß sein und nicht zu viele große Stücken dazwischen verbleiben.
Die Zwiebel von Wurzel zu Spross halbieren. Die eine Hälfte der Zwiebel fein hacken, die andere Hälfte nochmals um den Meridian teilen und dann in Streifen schneiden (das werden später die Stacheln des Igels).
Den Knoblauch putzen und durch die Presse drücken.
Bis auf die zerbröselten Waffeln alle Zutaten in einer Schüssel vermischen, dann die Mischung zu den zerbröselten Reiswaffeln geben.
Alles gut miteinander vermengen, Nett abschmecken und für mindestens zwei Stunden (gern länger) im Kühlschrank stehen lassen.
Während des Durchziehens verschwindet der Reiswaffelgeschmack und die herzhafte Omami-Note bildet sich heraus.
Das vegane Nett bleibt für mindestens 5 Tage in einer luftdichten Dose im Kühlschrank frisch.

Die Schaffung des Igels

Mit Fingerspitzengefühl und handwerklichen Geschick bringen wir das Nett in eine halbkugelige Form, bilden mit zarten Handbewegungen ein Schnäuzchen und schenken ihm ein Gesicht aus Oliven, Kapern oder Weintrauben.

Seine stachelige Bewehrung schaffen wir aus der in einzelne Streifen zerlegten zweiten Zwiebelhälfte.

Eine Dekoration der Servierplatte aus Petersilie oder Schnittlauch schafft ihm ein natürliches Umfeld.

Nun ist unser Nett-Igel bereit für das Buffet.

Guten Appetit!

KI-Generiert @ copilot

Die Inspiration zum veganen Mett habe ich vom Veggie Einhorn bekommen. Vielen Dank dafür.