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Grundsolide Erbsensuppe

Ich kannte Erbsensuppe lange Zeit nur aus der Dose, meist mit Tier drin und irgendwie für die Ewigkeit eingemacht. Irgendwann hab ich angefangen selber eine Suppe zu kochen und dabei sogleich gelernt, dieses Gericht braucht länger in der Zubereitung als ich erwartet habe. Vielleicht ist das der Grund für die Dosenvariante.

Zutaten

2 Tassen Erbsen
1 Bund Suppengrün
6 mittelgroße Kartoffeln
1 Block Tofu
2 Blatt Lorbeer
5 Wacholderbeeren
frischen Pfeffer
Kräuterzalz
einen Schuß aromatischen Essig
1/2 Teelöffel Natron

Zubereitung

Am Vortag

Die Zubereitung der Suppe beginnt schon 12-24 Stunden vor dem Einschalten des Herdes.

Die Erbsen in eine Schüssel gegeben und mit reichlich zwei Finger Wasser übergießen und an einem ruhigen Ort stehen lassen.

Die Schüssel sollte großzügig Platz sein, da die Erbsen ca 1/3 ihres Volumens quellen.

Am Kochtag

Die Erbsen abgießen und gut spülen, mit reichlich Wasser und dem Natron in den Schnellkochtopf geben und für eine halbe Stunde garen.

Währenddessen die Kartoffeln und das Suppengrün putzen und in mundgerechte Stücken schneiden. Den Tofu würfeln und kurz anbraten.

Nun die Erbsen vom Herd nehmen und den Schnellkochtopf bis zum Öffnen abkühlen lassen. Das Suppengrün, Kartoffeln, Lorbeer, Wacholder, Pfeffer und kräftig Kräutersalz hinzugeben und mit offenem Deckel noch einem 15-20 Minuten garen, bis die Kartoffeln weich sind.

Den Tofu hinzugeben und mit Essig und Kräutersalz abschmecken. Meiner Erfahrung nach braucht die Suppe immer etwas mehr Salz als erwartet um aromatisch zu werden.

Mit einer Scheibe frischen Sauerteigbrot schmeckt die Suppe gleich doppelt gut.

Der Mythos mit dem Salz beim Kochen

Mir wurde beigebracht die Erbsen (sowie alle anderen Hülsenfrüchte) ohne Salz vorzukochen, da sich sonst die Garzeit verlängern würde.

Nach aktuellen Studien und intensiver Wikipedia-Recherche ist dem wohl nicht so.

Im Artikel “Erbsensuppe” steht:
Weit verbreitet ist der Mythos, dass getrocknete Hülsenfrüchte ohne Salz gegart werden sollen, da das vermeintlich die Garzeit verringere. Hierbei handelt es sich aber um einen Irrtum, dessen Ursprung möglicherweise aus Zeiten mit sehr hartem Wasser stammt. Dieses ist es, genauso wie Säure, wodurch tatsächlich die Garzeit verlängert wird. Salz dagegen kann sogar die Garzeit verkürzen, weil es die Pektinketten lockert und damit den Garprozess unterstützt.

Quelle (leider nicht mehr online verfügbar): “Warum garen Hülsenfrüchte in gesalzenem Wasser schlechter?” Prof. Dr. Thomas Vilgis, Wissenschaft im Dialog.

Der Mythos mit dem Natron beim Kochen

Das hingegen funktioniert gut. Mit etwas Natron im Kochwasser werden die Pektinketten schneller aufgespalten und die Hülsenfrüchte weichen schneller ein und kochen besser durch.

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